Kohlpharam streicht 150 Stellen

Die als Reimporteur und anderen Bereichen des Gesundheitsmarktes tätige Kohl-Gruppe mit Sitz in Merzig will 150 der insgesamt rund 1450 Arbeitsplätze abbauen. Die Entlassungen sind in der Pharma-Sparte geplant - in diesem Bereich sind ca. 950 Personen beschäftigt. Es wird mit Umsatzeinbußen im zweistelligen Bereich gerechnet, die ihren Grund in der geplanten Gesundheitsreform hat. Die Regierungskoalition will den Herstellerrabatt ab dem 1. August von sechs auf 16 Prozent erhöhen. Damit muss Kohl einen wesentlichen Teil der Spanne hergeben, denn das Unternehmen ist eher der Händler, der nationale Preisunterschiede nutzt und erzielt somit geringere Erträge als Arzneimittelhersteller. „Dieser eiskalte Griff der schwarz-gelben Regierungskoalition in die Taschen der mittelständischen Importunternehmen ist nicht gerechtfertigt und bestraft am Ende die Falschen“, sagte Edwin Kohl, Gründer und Inhaber der Kohl-Gruppe gegenüber der Saarbrücker Zeitung.
10.06.2010